Religionen

Religionen in der Schweiz -
unbekannte Vielfalt in der Entdeckung

Noch weitgehend unbekannt - doch zunehmend in der Öffentlichkeit und von den Medien wahrgenommen: In der Schweiz finden sich mittlerweile zahlreiche - wenn nicht zahllose - alte wie neue Religionen und religiöse Bewegungen. Die Schweiz ist nicht nur multikulturell, sondern auch religiös plural gestaltet. Wenn der religiöse Pluralismus in der Schweiz auch über Jahrhunderte gewachsen ist, so tritt die Vielfalt religiöser Traditionen und Optionen doch erst seit kurzem verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Neben christlichen Kirchen und jüdischen Synagogen entstanden buddhistische Klöster, muslimische Moscheen, hinduistische Tempel sowie Zentren und Tagungshäuser vielfältiger religiöser Gruppen und Traditionen.

Die eidgenössische Volkszählung 2000 ermittelte 311.000 Angehörige islamischer Glaubensgemeinschaften (4,3 % der Bevölkerung) und bezifferte die Zahlen von Buddhisten mit 21.000 Personen (0,3 %) und von Hindus mit knapp 28.000 Personen (0,4 %). Insbesondere durch den Zuzug von Migranten hat sich dieser Teil des schweizerischen Religionenspektrums prozentual und absolut um knapp 190.000 Personen erhöht. Personen jüdischen Glaubens stellten knapp 18.000 Personen (0,2 %) im Jahr 2000 in der Schweiz, die Christkatholische Kirche zählte 13.300 Mitglieder (0,2 %) und christlich-orthodoxe Kirchen hatten 132.000 Mitglieder (1,8 %). Die mit Abstand grössten religiösen Blöcke bildeten im Jahr 2000 die römisch-katholische Kirche mit 3 Millionen Mitgliedern (41,8 %) und die evangelisch-reformierte Kirche mit 2,4 Millionen Mitgliedern (33 %). Die beiden Landeskrichen verloren seit 1990 prozentual (-12,1 %) und absolut (- 363.000 Mitglieder). Keiner bestimmten Kirche zugehörig bezeichnen sich 810.000 Personen (11,1 %), ein Zuwachs um beinahe 300.000 Personen seit 1990.

Die Kurzportraits zu verschiedenen religiösen Traditionen und Religionen sollen eine knappe Orientierung ermöglichen. Kurz heisst, in nicht mehr als 1.000 Worten. Die Darstellungen skizzieren die Geschichte der jeweiligen Tradition in der Schweiz, benennen wichtige Zentren und Organisationen und geben Hinweise auf Adressen und weiterführende Literatur. Die Liste der Kurzportraits wird nach und nach erweitert.

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Letzte Aktualisierung: 04.01.2012